Fingerreif
Fingerreif, Fingerring. Neben anderem Geschmeide wurden u. werden in den Morgenländern besonders auch Ringe gerne getragen (vgl. 1 Mo. 38,18), entweder am Finger oder an einer um den Hals gehenden Schnur, teils bloß zum Schmuck, Jes. 3,21; Jak. 2,2, teils als Siegelringe, Dan. 6,18. Letztere sind, Jer. 22,24; Hag. 2,23 (vgl. Sir. 17,18), ein Bild dessen, was man besonders wert hält und sorgfältig hütet. An Siegelringe ist wohl auch 1 Mo. 41,42; Esth. 3,10; 8,2 zu denken; die mit dem Ring Beschenkten wurden dadurch sehr geehrt und mit hohen Ämtern betraut, vgl. Esth. 8,2; Luk. 15,22 bedeutet der Fingerreif, Fingerring die Wiedereinsetzung in das Sohnesrecht; Sklaven durften keinen Ring tragen.