Zum Inhalt

Erhören

Erhören. Zu dem im Art. Beten (S. 85) über die Gebetserhörung Gesagten fügen wir hier nur noch bei, daß dieselbe nach vielen Stellen der heiligen Schrift an sittliche Bedingungen von seiten des Beters gebunden ist: Spr. 15,29: der Gerechten Gebet erhört er, vgl. Ps. 66,18 f.; Spr. 21,13; 28,9; Jak. 4,3: Ihr bittet und nehmet nicht, darum, daß ihr übel bittet.

 Hos. 2,23 f. in dichterischer Redeweise: „ich will den Himmel erhören“, nämlich, daß er der Erde Regen geben darf; „der Himmel wird die Erde erhören“, nämlich ihr sehnliches Verlangen nach einem gnädigen Regen; „die Erde soll Korn, Most und Öl erhören“, nämlich ihren Wunsch, gedeihlich wachsen zu können; es wird Eine große Erhörungszeit sein, wo kein Wunsch unerfüllt bleibt.

Zur Übersicht