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Franz Eugen Schlachter

Franz Eugen Schlachter

Geboren am 28. Juli 1859 in Altkirch im Elsass, aufgewachsen in Basel. Wirtschaftliche Zwänge zwangen ihn, das Gymnasium abzubrechen und eine Glaser- und Kaufmannslehre zu absolvieren. Daneben studierte er autodidaktisch Griechisch und Hebräisch – Sprachen, die sein Leben prägen sollten. Von 1875 an wurde er durch die pietistische Erweckungsbewegung (u.a. Pearsall-Smith) geprägt, was ihn zur Evangelischen Predigerschule Basel führte, die er 1881 mit Diplom abschloss. Wirken als Prediger und Schriftsteller Ab 1881 arbeitete er als Prediger und Reiseevangelist der Evangelischen Gesellschaft, zunächst in Bern, ab 1883 in Biel. Er gründete die Monatsschrift Brosamen – von dem Tisch des Herrn und verfasste zahlreiche Bücher, Erzählungen, Übersetzungen und Andachtsbände. 1907 wechselte er zur Freien Evangelischen Gemeinde Bern, überzeugt von der Erwachsenentaufe. Die Bibelübersetzung – sein Hauptwerk Ab 1893 arbeitete Schlachter an einer deutschen Bibelübersetzung. Ziel war eine Miniaturbibel (11×17 cm, 12 mm dünn) – handlich, sprachlich zugänglich, im Fließtext statt versweise gesetzt, mit gesperrter Schrift für Schlüsselstellen. 1905 erschien die vollständige Bibel, die sofort großen Anklang fand. Charakteristisch sind lebensnahe, treffende Formulierungen nah an der Alltagssprache der einfachen Bevölkerung. Tod und Nachwirkung Am 12. Januar 1911 starb er in Bern an Magenkrebs. Die Übersetzung wurde von der Württembergischen Bibelanstalt (Revision 1918) und später der Genfer Bibelgesellschaft (Ausgabe 1951, Revision ab 1993) weitergeführt. Seit 2000 existiert die Schlachter-Bibel Version 2000 und ist bis heute in verschiedenen Formaten verbreitet.

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